© by Sektion Falknis

    Unsere Geschichte

     

    Benannt wird die Jägersektion Falknis nach dem gleichnamigen Bergmassiv, dem Falknis. Dieser bildet als Ausläufer der Rätikonkette die Grenze zum Fürstentum Liechtenstein und zum Land Vorarlberg. Das Einzugsgebiet unserer Sektion umfasst die Bündner Herrschaft, bestehend aus den Gemeinden Maienfeld, Fläsch, Jenins und Malans. Traditionellerweise zählen Reh-, Rot- und Gämswild zu unserem Standwild. Steinwild wurde bei uns im Jahre 1970 wieder angesiedelt. Die Steinwildkolonie „Falknis“ hat sich seit damals erfreulich entwickelt sodass im Jahre 1991 erstmals auch bei uns Steinwildabschüsse getätigt werden konnten.   Das Thema Jagd beschäftigte die Herrschäftler schon seit eh und je. Es ist daher kein Zufall, dass der Initiant des Bündner Kantonalen Patenjägerverbandes, Zugführer Jakob Nauser, ein Herrschäftler war. Es ist somit auch klar, dass die damaligen Herrschäftler Jäger dem Ruf ihres Mitbürgers Nauser Folge leisteten und unsere Sektion zu den Gründersektionen des Kantonalen Patenjägerverbandes (BKPJV) gehört. Mit einem gewissen Stolz dürfen wir in Anspruch nehmen, dass nicht nur der Initiant sondern auch der erste Zentralpräsident in der Person von Hans Mutzner, Maienfeld, ein Herrschäftler war.  Leider sind die Sektionsakten aus dem Gründungsjahr 1913 und den nachfolgenden Jahren nicht mehr auffindbar. Der älteste noch vorhandene Jahresbericht stammt aus dem Jahre 1938.  Gemäss diesem Jahresbericht zählte unsere Sektion damals 51 Aktivmitglieder. Heute sind es  179 Mitglieder.  Nebst der Pflege der Geselligkeit und der Kameradschaft mittels Jägerabenden hat sich unsere Sektion immer für eine saubere und  waidgerechte Jagdausübung eingesetzt. Bereits im Jahre 1938 war man sich bewusst, dass dafür das Einschiessen der Jagdwaffen unerlässlich ist, denn man organisierte schon damals interne Jagdschiessen. In späteren Jahren erkannte man, dass für eine waidgerechte Jagdausübung den Jagdprüfungskandidaten die hiefür notwendigen Kenntnisse der Jagdgesetze sowie, mindestens so wichtig, die ungeschriebenen Regeln der Jagdethik vermittelt werden müssen. Zu diesem Zweck wurde Ende der Sechzigerjahre eine sektionsinterne Kommission für die Jungjägerausbildung ins Leben gerufen. Durch Einreichung von Anträgen an die kantonale Delegiertenversammlung hat sich unsere Sektion auch stets für den jagdlichen Schutz der Jugendklasse sowie der führenden Tiere eingesetzt.  Nebst der bereits erwähnten Mitbeteiligung an der Gründung des BKPJV, der Durchführung von kantonalen Delegiertenversammlungen in den Jahren 1961, 1963 und 1996 gelten auch die Gründung der Jagdhornbläsergruppe Falknis im Jahre 1982 sowie die Inbetriebnahme der Jagdschiessanlage St. Luzisteig im Jahre 1990 als Meilensteine in unserer fast 100- jährigen Sektionsgeschichte. 

     

    Benj Bantli, Januar 2011